Brücke 2003

"Kinderhaus Regenbogen"

Verleihung des Sozialpreises "Die Brücke" 2003

Zum dritten Mal hat die SPD-Fürstenwalde den Bürgerschaftspreis "Die Brücke" verliehen.
Die Brücke, die geschlagen wird ist eine Brücke zwischen den Bewohnern im Wohngebiet "Paul-Frost-Ring, ist eine Brücke zwischen Kindern und Erwachsenen, eine Brücke zwischen den so genannten "Lückekindern" und ehrenamtlich tätigen, sozialengagierten Leuten. Die Initiatoren sind, unter Leitung der Leiterin der Einrichtung, Frau Richter, viele ehrenamtlich tätige Muttis, Vatis, Omis und Opis, die sich zur Aufgabe gemacht haben in einem problembeladenen Umfeld für die 10 bis 14jährigen ein sinnvolles Freizeitangebot zur Verfügung zu stellen.
Die SPD-Fürstenwalde freut sich über dieses große Engagement und und verleiht dem Kinderhaus Regenbrogen den Bürgerschaftspreis "Die Brücke" 2003.
Stellvertretend für die vielen, vielen Helfer nahm Frau Barbara Richter den Bürgerschaftspreis der SPD entgegen.

Frau Richter erklärte den Gästen das Projekt "Kinderhaus Regenbogen" und führte aus:
In der AWO-Kita "Regenbogen" in Fürstenwalde befinden sich gleich zwei Einrichtungen unter einem Dach. Zum einen werden hier ca. 145 Krippen- und Kindergartenkinder betreut, und dann ist da noch das Kinderhaus, welches im September 2000 eröffnet wurde und in der Stadt Fürstenwalde bisher einmalig ist. Die Einrichtung liegt in einem problembeladenen Umfeld, inmitten einer Plattenbausiediung. In deren Einzugsbereich Fürstenwalde-Süd mit den dazugehörigen Grund- und Gesamtschulen, leben u. a. Kinder vom Kleinkindalter bis hin zum jugendlichen Erwachsenen in einer Umgebung, die gekennzeichnet ist durch eine sehr starke Konzentration unterschiedlicher sozialer Schichten und eine wachsende Beschäftigungslosigkeit in der ehemaligen Industriestadt, die eine geringe Kontakt- und Erfolgsmöglichkeit bietet. Daraus resultierend nehmen Konfliktsituationen und Probleme in den Familien zu. Täglich standen Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren mit ihren Inlineskatern oder Bällen vor der Tür ihrer ehemaligen Kita und wussten nicht wohin. Barbara Richter, die Leiterin der Einrichtung: "Wir mußten die Kinder abweisen. Aber warum eigentlich, sollten wir sie nicht mehr in unser Haus lassen? Es waren doch zum großen Teil Kinder, die wir selbst über Jahre in unseren Gruppen betreut hatten."

Langsam reifte eine Idee heran, gerade Kindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, den sogenannten "Lückekindem", die für den Kindergarten zu alt und für einen Jugendklub zu jung sind, mit freizeit-pädagogischen Angeboten ein Beschäftigungsfeld zu bieten. Bis es soweit war, hatte das Team um Barbara Richter jedoch noch eine Menge Probleme zu lösen: Woher sollte das Personal für ein etwaiges Kinderhaus kommen? Wie sollte es finanziert werden? Woher die Räume nehmen? Doch weil alle es so wollten, wurden schließlich Lösungen gefunden. Der Träger der Einrichtung der AWO Kreisverband Fürstenwalde e. V., stand dabei mit Rat und Tat zur Seite. So wurden Wirtschaftsräume umfunktioniert zu Arbeitsräumen für die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Erlöse eines Schrottcontainers, der inzwischen "Dauerstellung auf dem Kita-Gelände bezogen hat, finanzierten das Gröbste. Ständig ist Barbara Richter unterwegs, um Spendengelder einzusammeln. Über einen Presseaufruf wurden ehrenamtliche Mitarbeiter für die freiwillige Mitarbeit in unserer Einrichtung gesucht.

Der Aufruf und der unermüdliche Einsatz des Kita-Teams hatten Erfolg. Inzwischen können fünf Arbeitsgemeinschaften von Montag bis Freitag abgesichert werden. Dabei handelt es sich um die

- Hobbygruppe "Kochen & Backen"
- Hobbygruppe "Kunst & Handwerk"
- Hobbygruppe "Tischtennis"
- Hobbygruppe "Dartspiele"
- Hobbygruppe "Funken" (Dermonstration von Funkgeräten / CB-Funk)
- Hobbygruppe "Modelleisenbahn"

Mit Spendengeldern konnte u. a. eine moderne Küche eingerichtet werden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sollen jedoch professionelle, bezahlte Arbeit nicht ersetzen, sondern mit ihrer eigenständigen, sozialpolitischen Tätigkeit die Arbeit in der Einrichtung erweitern. Die Freiwilligen wurden eingearbeitet und selbstverständlich versichert.

Das Konzept der Einrichtung ist aber nicht ausschließlich auf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 14 Jahren ausgerichtet, sondern auch auf Mütter im Erziehungsurlaub, die diese Begegnungsstätte mit ihren Kindern zum zwanglosen Spielen, Erzählen oder einfach nur zum Zusammensein nutzen.

Neben den bereits erwähnten Angeboten kann Tischtennis, Federball oder Fußball gespielt werden, es gibt eine Aerobic-Gruppe, Radtouren oder
Wanderungen werden durchgeführt oder es finden Vorlesestunden statt.

Barbara Richter garantiert für die Kita eine Öffnungszeit bis 19:00 Uhr, was im Landkreis Oder-Spree seinesgleichen sucht. Gerade Eltern, die auswärts arbeiten, wissen diesen Service zu schätzen. Das Kinderhaus ist von Montag bis Freitag: in der Zeit von 15:30 Uhr - 18:00 Uhr geöffnet. "Denn schließlich haben die Kinder und Jugendlichen am nächsten Morgen Schule und auch zu Haus warten noch Verpflichtungen auf sie.", so Barbara Richter.

Mit der Arbeit der Freiwilligen steht und fällt das Kinderhaus. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und Hut ab vor so viel Uneigennutz und Engagement. Eigenschaften, die in unserer Zeit eher Mangelware sind. Wer Interesse daran hat, das Team zu stärken, kann sich unter der Tel.-Nr.: 03361 2384 gerne direkt an Frau Richter wenden.

Auftakt der Verleihung war eine Zusammenfassung der Brücke-Gewinner des Vorjahres. Herr Weber erklärte noch einmal das Projekt "Rock für den Wald" und führte aus : "Der Forst hat hat in Fürstenwalde viele Freiräume. Es gibt in der Stadt Fürstenwalde kein Schubladendenken bei Politikern und Verwaltung. Viele Jugeneinrichtungen tragen diese Veranstaltung mit. Auch in Zukunft wird es "Rock für den Wald" im Fürstenwalder Stadtforst geben."

 

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