Für Jörg Vogelsänger, Landtagsabgeordneter für Erkner und die Region: „Der neue Bahnhof Fangschleuse ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Region. Dass ein Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung in vergleichsweise kurzer Zeit umgesetzt werden konnte, ist ein starkes Signal. Die vielen Pendlerinnen und Pendler sind auf einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr und gute Verbindungen nach Berlin und Frankfurt (Oder) angewiesen. Von dieser Entwicklung profitiert nicht nur der Industriestandort, sondern vor allem die Menschen in unserer Region.“
Von der neuen Verkehrsstation soll zugleich Erkner profitieren. Der Bahnhof Erkner ist bereits heute ein zentraler Umsteigepunkt für den Regionalverkehr, die Berliner S-Bahn und den Busverbindungen. Ein Bahnhof Fangschleuse trägt dazu bei, Verkehrsströme besser zu verteilen und insbesondere den Pendler- und Berufsverkehr in Richtung des Industriegebietes stärker direkt über Fangschleuse abzuwickeln. Dadurch können der Bahnhof Erkner, die dortigen Umsteigebeziehungen und auch die Straßenverbindungen im Umfeld entlastet werden.
„Die Entlastung Erkners ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt. Viele Beschäftigte können künftig direkt in Fangschleuse aussteigen und müssen nicht mehr den Weg über Erkner nehmen. Wenn wir die Verkehre besser verteilen, profitieren davon nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Menschen in Erkner und in den umliegenden Gemeinden“, so Vogelsänger.
Auch für den Regionalverkehr auf der stark frequentierten Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) schafft der Neubau zusätzliche Voraussetzungen mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und damit die Straßen in der Region zu entlasten.
Mit der neuen Radwegeverbindung wird deutlich, dass eine moderne Verkehrsstation nicht allein aus Bahnsteigen und Gleisen besteht. Entscheidend ist, dass der Bahnhof aus den umliegenden Orten sicher und möglichst unkompliziert erreicht werden kann“, erklärt Vogelsänger.
Mit der heutigen Inbetriebnahme ist die Entwicklung rund um Fangschleuse noch nicht abgeschlossen. Weitere Arbeiten an der Verkehrsanbindung und der Infrastruktur voraussichtlich bis Ende des Jahrees folgen.
„Heute können wir uns über einen wichtigen Fortschritt für Grünheide, Erkner und die gesamte Region freuen. Die schnelle Umsetzung zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen. Jetzt kommt es darauf an, die weiteren Verkehrsanbindungen ebenso konsequent voranzubringen.“
Warum der neue Bahnhof?
Der neue Brandenburger Bahnhof Fangschleuse an der Strecke Berlin – Frankfurt (Oder) – Bundesgrenze (D/PL) gehört inzwischen zur bedeutenden europäischen Verkehrsachse Paris – Berlin – Warschau. Der Bau erhöht die Leistungsfähigkeit im Personen- und Güterverkehr und verlagert einen Teil des Straßenverkehrs auf die Schiene.
Station Fangschleuse
Eine Erweiterung des bestehenden Bahnhof Fangschleuse war nicht möglich. Deshalb baut die Bahn circa zwei Kilometer westlich einen neuen Bahnhof. Dort gibt es ausreichend Platz für längere Bahnsteige, an denen Züge mit einer Länge bis zu 220 Metern halten können – wie die neuen achtteiligen Züge der Regional-Express-Linie RE 1.
Güterbahnhof Fangschleuse
Der Bahnhof Fangschleuse war ein klassischer Überholbahnhof. Schnellere Züge konnten langsamere Güterzügen überholen. Damit zusätzliche Züge in beide Richtungen auf der Strecke Berlin – Frankfurt (Oder) fahren können, war ein Umbau des Bahnhofs zu einem Güterbahnhof erforderlich: Fünf Bahnhofsgleise und zwei Überholgleise mit je 740 Metern Länge sowie zwei Lokauszieh- und zwei Lokwartegleise sind jetzt geplant.