Sie war laut! Sehr laut! Regine Hildebrandt, von 1990 bis 1999 Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen im frisch entstandenen Land Brandenburg. Was diese Politikerin der ersten Stunde von heutigen lauten Exemplaren unterscheidet: Ihr ging es nicht um pure Lautstärke, sondern um die Sache! Das waren überwiegend Menschen, die mit ihren kleinen und großen Sorgen zu ihr kamen!
„Man kann nur etwas verändern, wenn man sich dafür einsetzt.“. Regine Hildebrandt, Jahrgang 1941, hatte immer einen passenden Spruch drauf, wenn er darauf ankam ihr Handeln ins rechte Licht zu rücken. „Ich interessiere mich nicht für Politik, nur für Menschen und ihre Schicksale.“
Am 26. April wäre Regine Hildebrandt, (herausragende Persönlichkeit der märkischen SPD – eine Formulierung, die sie bestimmt nicht gemocht hätte) 85 Jahre alt geworden. Am 26. November 2001, ist sie vor 25. Jahren gestorben.
Die Landesgeschäftsstelle der SPD Brandenburg – das Regine-Hildebrandt-Haus in Potsdam – feiert im Jahre 2026 ihr 20-jähriges Jubiläum im Jahr 2026.
An gut gemeinten „Titeln“ fehlt es nicht: Mutter Courage des Ostens ist einer davon. Sie sei bis heute ein Symbol für eine leidenschaftliche sozialdemokratische Politik, die den Fokus auf gelebte Solidarität und Mitmenschlichkeit lege. Heisst es.
Gerade jetzt, wo die SPD in Deutschland dringend ein klareres Profil braucht, es wieder um eine Fokussierung auf die Kernaufgaben sozialdemokratischer Politik gehen sollte und wir eine neue Leidenschaft und Begeisterung für die Sozialdemokratie erzeugen müssen, lohnt es sich aus unserer erfolgreichen Geschichte zu lernen. Regine Hildebrandt hat in sehr herausfordernden Zeiten Verantwortung als Arbeits- und Sozialministerin für Brandenburg übernommen und ehrlich und engagiert Verbesserungen für die Brandenburgerinnen und Brandenburger erreicht. Ein gutes Vorbild in diesen Tagen. Erklärt Kurt Fischer, Generalsekretär der SPD Brandenburg.
Wie wohl Regine Hildebrandt auf solch eine Laudatio reagiert hätte? Wie auf das Symposion, das für den Herbst gerade vorbereitet wird? Wie auf die Aussage: Das Jahr 2026 ist ein echtes Regine-Hildebrandt-Jahr!
Vorstellbar in etwa: “Politik geschieht schon gar nicht dort, wo man sich den Hintern plattsitzt.“
25 Jahre sind im Leben ein lange Zeit, fast eine Generation. Im politischen Leben unserer Zeit beinahe eine Ewigkeit. Da stellt sich die Frage: Wie würde Regine Hildebrandt auf die Probleme von heute reagieren? Würde sie mit ihrem Anspruch, sich für die (vermeintlich) kleinen Leute einzusetzen, überhaupt Gehör finden?
Regine Hildebrandt soll Vorbild für die junge Generation sein! Einer, der sie besser kennt, sagt: Sie war toll - ein Energiebündel, hochmoralisch, ein Vorbild auf ganzer Linie. Im Grunde war sie eine Konservative mit Herz! (gu/MH)