Sind wir gesünder als wir glauben?

Veröffentlicht am 09.12.2025 in Gesundheit

Rund Zweidrittel der Bewohner Deutschlands fühlen sich gesund! Im Jahr 2024 schätzten 64,2 % der Erwachsenen ihre allgemeine Gesundheit als sehr gut oder gut ein. Mit fortschreitenden Alter ging dieser Anteil jedoch um mehr als drei Prozent­punkte seit 2023 zurück. Das berichtet das Robert Koch Institut in seinem neuesten Bericht „Gesundheit in Deutschland“.

Etwas mehr als die Hälfte - 53,7 % der Erwachsenen gaben eine chronische Krankheit oder ein lang andauerndes Gesund­heits­problem an. In der niedrigeren Bildungs­gruppe war der Anteil sogar höher.Außerdem wiesen 21,9 % der Erwachsenen in Deutschland Anzeichen von Depressionen auf. Das ist ein Ausschnitt aus den umfassenden Daten, die das Robert Koch-Institut erstmals aus dem neuen RKI-Panel veröffentlicht hat.

Selbsteinschätzung und Ergebnissse

Bei der Befragung im Jahre 2024 berichteten 2024 schätzten in Deutschland 64,2 % der Erwachsenen ihre Gesundheit als sehr gut oder gut ein (Männer: 66,6 %, Frauen: 61,8 %). Mit zunehmendem Alter sank der Anteil von 77,7 % in der Altersgruppe der 18 – 29-Jährigen auf 36,0 % in der Altersgruppe ab 80 Jahren. Personen mit niedriger Bildung bewerteten ihre Gesundheit seltener als sehr gut oder gut (49,6 %) als solche mit mittlerer (68,4 %) oder hoher Bildung (78,4 %).
Bei der Betrachtung nach Altersgruppen ging der Anteil von Personen mit selbsteingeschätzter sehr guter oder guter Gesundheit seit 2003 um 3,5 Prozentpunkte zurück (2003: 69,0 %, 2024: 65,5 %).Im Jahre 2024 berichteten 53,7 % der Erwachsenen in Deutschland über eine chronische Erkrankung oder ein langandauerndes Gesundheitsproblem, Frauen häufiger (57,2 %) als Männer (50,0 %). Der Anteil stieg mit zunehmendem Alter von 33,9 % in der Altersgruppe der 18 – 29-Jährigen auf 73,3 % in der Altersgruppe ab 80 Jahren an. Personen mit niedriger Bildung waren häufiger betroffen (61,9 %) als solche mit mittlerer (51,0 %) oder hoher Bildung (46,7 %).

Kurz betrachet
Für ein alterndes, übergewichtiges und bewegungsfaules Volk scheint das ein ziemlich guter Wert. Zweidrittel von 40.000 Teilhehmern (!) fühlen sich oder sind gesund. Und das bei einem Gesundheitssystem, das laut Beschreibungen vor einem Abgrund steht. Wir sollten vielleicht etwas nüchterner an die Sache gehen. Und zielführender, um es in einem neudeutschen Wort zu beschreiben

Hintergrund

Aktuell sind über 40.000 Personen ab 16 Jahren registriert, die wiederholt befragt werden. „Mit dem Panel ist es möglich, schnell und regelmäßig umfassende Daten zur gesundheit­lichen Lage der Bevölkerung zu erheben. Auch in einer Krise ist damit jetzt die Infra­struktur vorhanden, um sehr schnell Antworten auf neue gesund­heit­liche Frage­stellungen geben zu können“, erläutert Prof. Dr. Lars Schaade, Präsident des Robert Koch-Instituts. „Das Panel ist das Herzstück des Gesund­heits­monitorings am RKI und ein wichtiges Instrument, um der Gesundheits­politik Daten für Taten zu liefern und die Gesund­heit der Menschen zu verbessern; ich danke allen, die im Panel mitwirken, für ihren wichtigen Beitrag“, unterstreicht Schaade. Die Daten sind bis auf Bundes­land­ebene verfügbar.

 
 

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